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Joghurt selber machen im Joghurtbereiter ohne Strom

Wie du Joghurt selbst herstellen kannst – Rezepte, Foto-Anleitung & Tipps

Joghurt selber machen ist einfach. Du brauchst nur ein paar Zutaten, die du zum Beispiel im Reformhaus bekommst oder online bestellen kannst, und einen Joghurtbereiter.

Joghurt OHNE Joghurtbereiter zu Hause selbst herzustellen ist etwas aufwändiger. Aber wenn du vielleicht erstmal testen möchtest, ob selbstgemachter Joghurt dir überhaupt schmeckt, kannst du auch ausprobieren, Joghurt ohne Joghurtbereiter herzustellen.

Inhalt

Joghurt selber machen - hier selbstgemachter Joghurt mit Himbeeren im Glas

  1. Joghurt selber machen – die Zutaten
  2. So geht’s – Anleitung mit Grundrezept
  3. Ausführliches Rezept mit Fotos
  4. Rezept-Varianten
  5. Warum wir den My.Yo Joghurtbereiter empfehlen
  6. Die Vorteile – warum wir lieber Joghurt selber machen
  7. FAQ + Tipps
  8. Joghurt selber machen ohne Joghurtbereiter

1. Joghurt selber machen – die Zutaten

  • 1 Liter Milch in Zimmertemperatur
  • 1 Messerspitze Joghurtferment
  • 750 ml kochend heißes Wasser
  • eventuell 1 TL Honig oder Agavendicksaft oder ein anderes Süßungsmittel*

* = Ein Teelöffel Süßungsmittel wird als “Booster” hinzugefügt, damit die Joghurtkulturen ihre Arbeit noch besser erledigen können. Keine Angst, das beeinflusst den Geschmack nicht.

Welche Milch kannst du verwenden?

Kuhmilch (Vollmilch, 3,5 % Fett oder fettarme Milch, 1,5 – 1,8 % Fett)

Frische Milch musst du kurz aufkochen bzw. ca. 10 Minuten lang auf 90°C erhitzen, damit eventuell vorhandene Keime und Bakterien abgetötet werden, und danach auf 38°C bis 42°C abkühlen lassen. H-Milch kannst du sofort verwenden, die wurde bereits erhitzt.

TIPP: Je höher der Fettgehalt der Milch ist, desto cremiger und weniger sauer wird dein Joghurt.

Ziegenmilch, Schafsmilch

Natürlich lässt sich Joghurt auch aus der Milch von Ziegen und Schafen herstellen.

Laktosefreie Milch

Bei einer Laktoseintoleranz – wenn du also Milchzucker nicht verträgst – , kannst du deinen Joghurt genauso gut auch mit laktosefreier Milch herstellen.

“Sojamilch” (Soja-Getränk), Hafermilch

Wenn du als Vegetarier/in oder Veganer/in keine Kuhmilch verwenden möchtest, um Joghurt selber zu machen, sind Sojamilch und Hafermilch perfekte Alternativen.

Kokosmilch, Mandelmilch

Mit diesen “Milchsorten” kannst du leckeren Kokos- und Nussjoghurt herstellen. Weshalb wir empfehlen, dabei Agar-Agar zu verwenden und wie das geht, erfährst du unten bei den Rezept-Varianten.

Joghurt selber machen im Joghurtbereiter

Selbstgemachter Joghurt aus dem stromlosen Joghurtbereiter von My.Yo

Weitere Zutaten – optional:

Magermilchpulver

Damit der fertige Joghurt fester wird, kannst du der Milch neben Joghurtferment noch Magermilchpulver hinzufügen. Das entfällt natürlich bei der Herstellung von einem veganen Joghurt.

Dosierung:

Wir haben für einen Liter Milch 1 Esslöffel Magermilchpulver verwendet. Du kannst mit dieser Menge starten und je nachdem, wie fest dein Joghurt sein soll, beim nächsten Mal mehr oder weniger Magermilchpulver hinzugeben. Wir kochen die Milch kurz auf und geben dann langsam das Milchpulver hinzu indem wir es mit dem Schneebesen einrühren.

Inulin

Du kannst zur Milch anstatt Milchpulver geschmacksneutrales Inulin hinzuzufügen, das deinen Joghurt praktischerweise auch ballaststoffreicher macht. Damit wird der Joghurt so schön cremig-fest, wie du das von gekauftem cremigem Joghurt kennst.

Inulin ist außerdem ein Prebiotikum, das aus deinem Joghurt ein prebiotisches (oder: präbiotisches) Lebensmittel macht. Prebiotika sind unverdauliche Ballaststoffe, von denen sich im Darm die Probiotika ernähren können. Weshalb dein Joghurt probiotisch sein sollte und was das bedeutet, erfährst du hier: Warum ist selbstgemachter Joghurt so gesund?

Inulin bekommst du in Reformhäusern und online.

Dosierung:

Da Geschmäcker verschieden sind, musst du ausprobieren, wie viel Inulin du brauchst, damit der Joghurt so cremig wird, wie du es magst. Beim ersten Mal kannst du zu einem Liter Milch einen Esslöffel Inulin hinzugeben und wenn der Joghurt dann noch cremiger werden soll, nimmst du beim nächsten Mal etwas mehr.

Mehr Süßungsmittel und/oder Früchte

Wenn du deinen selbst zubereiteten Joghurt mit Müsli essen möchtest oder Fruchtjoghurt herstellen willst, kannst du schon zu Beginn stärker süßen oder sogar schon die Früchte hinzufügen.

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2. So geht’s – das Grundrezept

  1. Frische Kuhmilch aufkochen und abkühlen, H-Milch und andere Milchsorten in Zimmertemperatur verwenden
  2. 750 ml Wasser im Wasserkocher oder in einem Topf zum Kochen bringen
  3. Zimmerwarme Milch in die Zubereitungsschale gießen
  4. 1 Messerspitze Joghurtferment (ca. 0,2 Gramm) zur Milch hinzufügen
  5. Optional: 1 EL Magermilchpulver und 1 EL Inulin hinzugeben
  6. Nach Belieben Süßungsmittel hinzufügen, z.B. 1 Teelöffel Honig, oder Agavendicksaft (vegan)
  7. Zutaten mit einem Schneebesen in die Milch einrühren
  8. Zubereitungsschale verschließen
  9. Kochend heißes Wasser in den leeren Joghurtbereiter füllen
  10. Zubereitungsschale in den Joghurtbereiter stellen
  11. Joghurtbereiter verschließen
  12. 12 Stunden stehen lassen
  13. Öffnen, umrühren und eventuell umfüllen und in den Kühlschrank stellen

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3. Ausführliche Anleitung mit Fotos

Sieh dir in unserer ausführlichen Rezeptbeschreibung an, wie du pro- und prebiotischen Joghurt selber machen kannst.

An dieser Stelle ein paar Bilder, die die einzelnen Arbeitsschritte zeigen.

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4. Rezept-Varianten

Kokosjoghurt und Nussjoghurt aus Mandelmilch

Damit selbst zubereiteter Joghurt aus Kokosmilch eine ähnliche Konsistenz bekommt wie Joghurt aus Kuhmilch, empfehlen wir, jeweils 500 ml fettreiche Kokosmilch und 500 ml “normale” Kokosmilch zu verwenden.

Sowohl bei Kokosjoghurt als auch bei Nussjoghurt solltest du Agar-Agar zugeben, ein veganes Geliermittel, das aus Rotalgen gewonnen wird. Agar-Agar sorgt für eine schöne, stichfeste Joghurtkonsistenz.

Das geht so:

Du kochst 200 ml Milch unter ständigem Rühren kurz mit Agar-Agar auf, dann schaltest du den Herd aus und gibst die restlichen 800 ml Milch hinzu. Noch mal kräftig rühren. Danach musst du warten, bis die Mischung auf unter 38°C abgekühlt ist, bevor du Joghurtferment oder 100 ml selbst hergestellten Joghurt hinzugeben kannst. Bei höheren Temperaturen werden sonst die Joghurtkulturen zerstört.

5. Warum wir den My.Yo Joghurtbereiter empfehlen

Mit diesem Joghurtbereiter kannst du Joghurt selber machen, ohne auf einen Stromanschluss angewiesen zu sein. Das bedeutet, dass du den Bereiter überall verwenden kannst, sogar in der Abstellkammer oder im Schrank. Weil bei uns schon genug Geräte in der Küche herumstehen, die eine Steckdose in der Nähe brauchen, war uns das wichtig.

Natürlich haben wir verschiedene Geräte getestet. Der Joghurt, den wir mit dem My.Yo Joghurtbereiter herstellen haben, schmeckt uns sehr gut, und außerdem geht’s damit so schön einfach.

Den My-Yo Joghurtbereiter kannst du am besten online bestellen.

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6. Die Vorteile – warum wir lieber Joghurt selber machen

Wir wohnen hier sehr ländlich, und kaufen gerne regional ein, am liebsten in Hofläden. Einer unserer Bauern hat einen Milchautomaten aufgestellt, in dem er seine selbst produzierte Milch verkauft, und die verwenden wir am liebsten für unseren Joghurt.

Wer seinen Joghurt selber macht, weiß auch, was in seinem Joghurt enthalten ist, das ist für uns der wichtigste Grund. Selbst zubereiteter Joghurt schmeckt uns außerdem viel besser als gekaufter Joghurt.

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7. FAQ + Tipps

Warum ist selbstgemachter Joghurt so gesund?

Alles Gute, das die Milch enthält, aus der du deinen Joghurt machst, enthalten deine selbst hergestellten Joghurts natürlich auch. Bei Kuhmilch sind das zum Beispiel Kalzium und die wichtigen Vitamine B2 und B12.
B2 hilft deiner Verdauung und B12 braucht dein Körper, um rote Blutkörperchen zu bilden.

Milchsäurebakterien, Magensäure und Probiotika

Joghurt enthält Milchsäurebakterien. Die haben positive Wirkungen auf deine Darmschleimhaut und deine Darmflora.

Leider ist es aber so, dass von „normalen“ Milchsäurebakterien nur geringe Mengen ankommen im Darm. Die meisten Milchsäurebakterien sind nicht magensäureresistent und werden schon im Magen verdaut.

Deswegen wurden sogenannte probiotische Milchsäurebakterien (Probiotika) entwickelt, die der Magensäure besser standhalten und auch da hinkommen, wo sie wirken sollen: in deinem Darm.

Probiotischer Joghurt für einen gesunden Darm

Im Darm leben viele verschiedene Mikroorganismen, manche davon können krankheitserregend sein. Ein gesunder Darm und eine starke Immunabwehr sorgen dafür, dass diese Bakterien keine Krankheiten auslösen können.

Damit probiotische Milchsäurebakterien positiv auf deinen Darm und auf deine Gesundheit wirken können, wird empfohlen, täglich probiotischen Joghurt zu essen. Nur dann können sich die „guten“ Bakterien dauerhaft auf deiner Darmschleimhaut ansiedeln.

Volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe

Selbstgemachter Joghurt hat darüberhinaus noch einen entscheidenden Vorteil gegenüber gekauftem Joghurt: Nur du bestimmst, was drin ist und entscheidest dich für gesunde Zutaten – und andersrum, fast noch wichtiger: Du bestimmst auch, was nicht drin ist.

Sowas wie Verdickungsmittel, Stabilisatoren oder künstliche Aromen, die industriell hergestelltem Joghurt oft hinzugefügt werden, brauchst du nicht, wenn du deinen Joghurt zu Hause selber machst.

Auch beim Zuckergehalt deines Joghurts zählt nur dein Geschmack. Wenn du Joghurt mit süßen Früchten oder mit bereits gesüßtem Müsli isst, kannst du gut auf zusätzliche Süße im Joghurt verzichten, und wenn du ihn pur genießen möchtest, fügst du nur so viel Zucker, Honig, Agavendicksaft etc. hinzu, wie du magst.

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Welches Joghurtferment wie verwenden

Wir haben Joghurtfermente von verschiedenen Herstellern ausprobiert, unter anderem von My-Yo und von A. Vogel, und verwenden mittlerweile nur noch die Joghurtkulturen aus der Hobbythek, damit haben wir die besten Ergebnisse erzielt.

Hobbythek Joghurtkulturen, Joghurt selbst hergestellt, 3 x 2g

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Auf den ersten Blick scheint dieses Joghurtferment etwas teuer zu sein, aber du wirst mit nur 2 Gramm Ferment 80 bis 100 Liter frischen und leckeren Joghurt selber machen können.

Du brauchst beim ersten Mal nur eine Messerspitze Ferment (das sind ca. 0,2 Gramm) und musst danach beim Ansetzen von neuem Joghurt 8 bis 10 Mal kein Ferment verwenden, sondern kannst die Milch “impfen” mit 100 ml des zubereiteten Joghurts.

Das funktioniert mit den Joghurtkulturen aus der Hobbythek besonders gut – wir haben es schon oft so gemacht.

Die Milch impfen – was bedeutet das?

Wenn dein Joghurt fertig ist, kannst du davon 100 ml abnehmen und anstelle von Joghurtferment zur Milch geben, um neuen Joghurt anzusetzen.

Das nennt man “impfen”. Es kann 8 bis 10 Mal wiederholt werden mit jeweils neu zubereitetem Joghurt, bevor du wieder Joghurtferment nehmen musst. Auch bei Kefirkulturen ist das Impfen bis zu 10 Mal möglich.

Wie lange hält sich selbstgemachter Joghurt?

Joghurt aus Kuhmilch hält sich im Kühlschrank nach unserer Erfahrung etwa 10 Tage. Wir bewahren den Joghurt immer in einem großen Einweckglas auf, dann nimmt er keinen anderen Geschmack an.

Joghurt selber machen und im Einweckglas aufbewahren

Im Einweckglas im Kühlschrank hält sich der Joghurt mindestens 10 Tage.

Was tun, wenn der Joghurt zu “sauer” schmeckt?

Damit dein Joghurt weniger sauer wird, kannst du versuchen, am Anfang etwas mehr zu süßen, als nur mit dem Teelöffel Honig, den du sowieso schon als “Booster” hinzufügst.

Je länger du deinen Joghurt im Joghurtbereiter lässt, desto fester wird er und desto säuerlicher wird er auch schmecken. Joghurt, der nicht so lange im Joghurtbereiter bleibt, ist milder im Geschmack, hat aber auch eine cremigere Konsistenz.

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Mengenangaben genau beachten

Achte bitte darauf, welche Wassermenge in der Gebrauchsanweisung des Joghurtbereiters angegeben wird. Für die Herstellung von Joghurt brauchst du weniger heißes Wasser, als für die Zubereitung von Kefir.

Falls du jetzt denkst, dass dieser Tipp überflüssig ist, weil natürlich jede/r vorher genau liest, wie viel Wasser man braucht – tja, wir haben diesen Fehler gemacht, weil wir einfach davon ausgegangen sind, dass die Wassermenge immer gleich bleibt. Und das muss ja nicht auch noch anderen passieren (war nämlich nicht ganz so lecker …).

Gibt es die Joghurtkulturen auch vegan?

Es gibt keine veganen Joghurtkulturen, sondern nur normale Joghurtkulturen. Der Joghurt, den du daraus produzierst, ist vegan, wenn du vegane Milchsorten wie Sojamilch, Mandelmilch, Kokosmilch oder auch andere Nussmilchsorten verwendest.

Joghurtkulturen, was ist das überhaupt?

Eine Joghurtkultur bzw. das Joghurtferment besteht normalerweise aus zwei Milchsäurebakterienkulturen: Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus. Lactobacillus bulgaricus ist üblicherweise im Naturjoghurt enthalten und sorgt für seinen ganz besonderen Geschmack.

Gibt es auch laktosefreie Joghurtkulturen?

Nein, es gibt keine speziellen laktosefreien Joghurtkulturen. Wenn du aber Folgendes beachtest, erhältst du einen nahezu laktosefreien Joghurt aus normalen Joghurtkulturen.

Verwende einfach probiotische Joghurtkulturen und setze diese mit einer laktosefreien Milch an. Alternativ kannst du aber auch normale Kuhmilch verwenden und lässt den Joghurtansatz einfach länger fermentieren. Am besten 14 bis 16 Stunden. Dann hast du als Ergebnis einen laktosearmen Joghurt, der etwas kräftiger im Geschmack ist.

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Wie lange halten Joghurtkulturen normalerweise?

Geöffnet halten sich die Joghurtkulturen bei Raumtemperatur (21 bis 26 Grad) ca. einen Monat. Bewahrst du sie geöffnet bei 3 bis 8 Grad im Kühlschrank auf, halten sich die Kulturen ungefähr ein Jahr.

Am besten bewahrt man die geöffneten Joghurtkulturen im Gefrierschrank (-21 bis -15 Grad) auf, dann halten sie sich weit über ein Jahr. Wir haben mal ein Fläschchen wiedergefunden, das bereits seit einem Jahr abgelaufen war (lag also etwa 2 Jahre im Eisfach), und siehe da, es funktionierte immer noch.

Was sind linksdrehende Joghurtkulturen, was sind rechtsdrehende Joghurtkulturen?

Rechts- oder linksdrehende Joghurtkulturen zu sagen ist eigentlich falsch. Richtig heißt es rechts- oder linksdrehende Milchsäure.

Die Bezeichnung links- oder rechtsdrehend kommt folgendermaßen zustande:

Würde die Milchsäure mit polarisierendem Licht bestrahlt, würde sich der Lichtstrahl bei linksdrehenden Milchsäurebakterien (mit einem Minuszeichen gekennzeichnet) nach links und bei rechtsdrehenden (mit einem Pluszeichen gekennzeichnet) eben nach rechts drehen.

Die rechtsdrehende Milchsäure kann besser vom menschlichen Körper aufgenommen werden und sie unterstützt den Körper bei der Gewinnung von Energie. Gleichzeitig wird die Darmschleimhaut durch rechtsdrehende Milchsäure besser geschützt.

Linksdrehende Milchsäure wird von Körper zwar auch aufgenommen, aber lange nicht so schnell. Zu erklären ist das ganz einfach – unser Körper kennt die rechtsdrehende Milchsäure besser, denn er stellt sie selbst auch her.

Joghurt mit linksdrehender Milchsäure sollten Säuglinge nicht bekommen, ihr Stoffwechsel ist noch nicht ganz ausgebildet.

Welchen Joghurt du produzierst, hängt von den Joghurtkulturen ab, die du dafür einsetzt. Einen rechtsdrehenden Joghurt stellt man mit Starterkulturen aus Streptococcus- und Bifidobacteriumarten her.

Kulturen aus Lactobacillus bulgaricus produzieren fast ausschließlich eine linksdrehende Milchsäure. Will man eine Kombination aus beiden erhalten, würde man die Lactobacillus acidophilus einsetzen.

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Gibt es auch andere Joghurtkulturen als die für Naturjoghurt?

Ja! Es gibt unter anderem Joghurtkulturen “griechische Art”. Hier schmeckt der Joghurt typisch griechisch etwas saurer und er ist besonders cremig. Griechischen Joghurt sollte man nach der Fermentation abtropfen lassen, damit er fester wird.

Wie kann man den fertigen Joghurt abtropfen lassen?

Den produzierten Joghurt kann man am besten in einem Käsetuch oder noch besser in einem Nussmilchbeutel abtropfen lassen. Einfach den Joghurt wie gewohnt herstellen, in den Nussmilchbeutel füllen und langsam abtropfen lassen.

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Selbstgemachter Joghurt mit Früchten der Saison

Ein tolles Ergebnis, frischer selbstgemachter Joghurt mit Früchten verfeinert.

8. Joghurt selber machen ohne Maschine

Du kannst Joghurt zwar ohne Joghurtbereiter herstellen, aber ganz ohne Hilfsmittel geht es trotzdem nicht, denn: Du brauchst ein Thermometer, damit du die Temperatur der Milch und des angesetzten Joghurts prüfen kannst, und ein Gefäß, das sich fest verschließen lässt.

Die Zutaten:

  • 1 Liter Kuhmilch, 3,5% Fettanteil, eventuell laktosefrei
  • 1 Messerspitze Joghurtferment oder 1 bis 2 Esslöffel Naturjoghurt

Wenn du H-Milch verwendest, kann es gleich losgehen, frische Milch muss ca. 10 Minuten lang auf 90°C erhitzt werden, um alle Keime abzutöten, und muss danach erst wieder auf 42°C abkühlen.

So geht’s:

In dem verschließbaren Gefäß mischst du die Milch mit der Joghurtkultur oder gibst 1 bis 2 Esslöffel Naturjoghurt hinzu.

Nun musst du es ohne Joghurtbereiter hinbekommen, dass der Joghurt bis zu 12 Stunden bei einer Temperatur zwischen 38°C und 42°C reifen kann. Zum Beispiel so:

  • Du kannst das Gefäß morgens zusammen mit einer Wärmflasche in dein noch warmes Bett legen und gut zudecken.
  • Im Winter kann das Gefäß auf einer Heizung stehen.
  • Du kannst einen Karton auspolstern und das Gefäß auf einer Wärmflasche hineinstellen.
  • Du kannst den Backofen auf 50°C vorheizen und das Gefäß für 30 Minuten hineinstellen, den Ofen abschalten und bei Bedarf wieder einschalten. Aber immer nur kurz oder mit leicht geöffneter Ofentür, denn die niedrigste Ofen-Temperatur von 50°C ist eigentlich schon etwas zu warm für die empfindlichen Milchsäurebakterien.

Du musst regelmäßig die Temperatur prüfen, ohne den Prozess des Fermentierens zu stören.

Nach 10 bis 12 Stunden kannst du nachsehen, ob der Joghurt so fest geworden ist, dass du mit einem Messer “hineinschneiden” kannst. Stell den Joghurt dann in den Kühlschrank, wo er meistens noch etwas fester wird.

Das ist dir alles zu umständlich? – Ging uns auch so! Und auch deswegen benutzen wir schon lange einen stromlosen Joghurtbereiter …

Willst du mehr zu dem Thema wissen, und darüber hinaus noch wie man Quark und Käse selber herstellt?

Wir haben hier abschließend noch einen Literaturhinweis für dich. Alles was du zu dem Thema wissen musst, steht in diesem Buch. Schritt für Schritt führt Cosima Bellersen Quirini dich durch die Welt der Milchprodukte, und erklärt, wie man diese selber herstellt. Absolute Empfehlung unsererseits!

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